Zille Heinrich


Geboren: 10. Januar 1858, Radeburg

Gestorben: 9. August 1929, Berlin

Filme: Mutter Krausens Fahrt ins Glück, mehr...

Bücher: Hurengespräche, mehr...



Zille Heinrich 1903 erfolgte seine Aufnahme in die neu gegründete Berliner Secession, eine Künstlergruppe, die sich auf Betreiben von Max Liebermann, Walter Leistikow und Franz Skarbina vom bis dahin dominierenden akademischen Kunstbetrieb abgespalten hatte. Zille wurde Protegé und ein guter Freund von Liebermann. Im gleichen Jahr begann Zille an der von Th. Th. Heine und Albert Langen herausgegebenen Münchner SatirezeitschriftSimplicissimus“ mitzuarbeiten. Er lernte dabei den norwegischen Zeichner Olaf Gulbransson kennen. Es folgten Jugend (1905) und schließlich die Lustigen Blätter, deren Verlag Dr. Eysler & Co. Berlin im Rahmen der Reihe Künstlerhefte die ersten volksnahen Milieuzeichnungen Zilles Kinder der Straße und Berliner Rangen beide 1908 herausbrachte, die Zilles auflagenstarke Publikationen einleiteten. Mit den Mappen Mutter Erde 1905 und Zwölf Künstlerdrucke 1909 mit Heliogravüren von Handzeichnungen und Radierungen erlangte Zille schließlich überregionale Bekanntheit als einer der besten deutschen Zeichner. 1914 brachte er seinen zweiten Bildband „Mein Milljöh“ heraus. Der Publikumserfolg als freischaffender Künstler kam Zille in Hinblick auf seine Entlassung bei der Photographischen Gesellschaft gerade recht. Galeristen bemühten sich um den „Professor mit der Nickelbrille“, und gelegentlich verkaufte Zille auch Werke an Privatsammler und schuf Wandmalereien für verschiedene Lokalitäten und Bierkeller. Trotz aller Achtungserfolge erwarb die Berliner Nationalgalerie erst 1921 eine größere Anzahl Zeichnungen von ihm.






Und nun ihr alle, die ihr jung seid, auf die wir hoffend sehen,

hinaus in die Sonne, in's Freie, in die Weite, in die Gefahren

in der Badewanne lernt man nicht schwimmen.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Von's Vergnügen der reichen Leute ham wir Armen doch noch immer wat:

von die Pferde die Wurscht, von die Zigarr'n und die Zigaretten die Stummel,

von die Flieger die Notdurft un von die Automobile den Jestank.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Dem arbeitenden Menschen in seinem Kampf zu helfen,

danach habe ich immer gestrebt.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Jeder schließt von sich auf andere und berücksichtigt nicht,

daß es auch anständige Menschen gibt.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Wenn die Frauen verblühen, verduften die Männer.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Heinrich Zille, nach dem Unterschied zwischen Genie

und Talent befragt: "Talent kriegt Jehalt."

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Jibt dir det Leben een Puff, denn weine keene Träne!

Lach dir'n Ast und setz dir druff und baumle mit de Beene.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Das Unglück ist, daß jeder denkt, der andere ist wie er,

und dabei übersieht, daß es auch anständige Menschen gibt.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Sieh, Karl, den Granattrichter! Da heißt es immer,

wir machen Geschichte, aber wir machen auch Geographie!

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Frohe Arbeit ernster Wille! Mal en Schluck in de Destille!

Und een bisken Kille Kille Det hält munter! Heinrich Zille.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf






Weene nicht, es is verjebens jede Träne dieses Lebens

fließet in ein Kellerloch deine Keile kriste doch.

Heinrich Zille

(1858 - 1929), Berliner Zeichner und Fotograf







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