Radiguet Raymond


Geboren: 18. Juni 1903, Saint-Maur-des-Fossés

Gestorben: 12. Dezember 1923, Paris, Frankreich

Todesursache: Typhus

Bücher: Den Teufel im Leib, mehr...

Stücke: Le Gendarme incompris



Radiguet Raymond schon mit Fünfzehn brach er die Schule ab, um sich dem Journalismus zu widmen. Er schloss Freundschaft mit den Schriftstellern und Dichtern André Salmon, Max Jacob, Pierre Reverdy und seinem späteren Verleger François Bernouard, machte die Bekanntschaft der Maler Juan Gris, Picasso und Modigliani und verkehrte mit jungen Komponisten wie Milhaud, Georges Auric, Francis Poulenc und Arthur Honegger. Unter dem Pseudonym „Rajiky“ schrieb er mehrere Märchen in der noch jungen Zeitung Canard enchaîné. 1918 lernte er Jean Cocteau kennen, der sein Talent erkannte, ihn ermutigte und förderte, und ihm half, seine Gedichte in Avantgarde Revuen wie Sic und Littérature herauszugeben. Im Mai 1920 gründeten die beiden inzwischen unzertrennlichen Freunde die Revue Le Coq, für die sie unter anderen den Komponisten Georges Auric, den Maler Roger de la Fresnaye, den Schriftsteller Paul Morand und den rumänischen Dadaisten Tristan Tzara als Mitarbeiter gewannen. Im September 1921 vollendete Raymond Radiguet den Roman Den Teufel im Leib Le Diable au corps. Bernard Grasset lancierte das Werk 1923 durch eine spektakuläre Werbekampagne („Das erste Buch eines 17-jährigen Romanciers“), die von der Kritik als Geschmacklosigkeit gewertet wurde und spöttische sowie feindliche Bemerkungen auslöste. Nachdem der Roman erschienen war, konnte der junge Schriftsteller jedoch die Beglückwünschungen anerkannter Literaten wie Paul Valéry, René Benjamin Prix Goncourt 1919, Henri Massis Redakteur der Revue Universelle und Max Jacob entgegennehmen.






Die Liebe spürt, daß die einzige wahre Ablenkung von ihr die Arbeit ist.

Darum betrachtet sie sie als Rivalin.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Mit dem Unglück will keiner sich abfinden. Nur das Glück scheint verdient.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Der, der liebt, bringt immer den, der nicht liebt, gegen sich auf.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Die wahren Vorgefühle bilden sich in Tiefen, die unser Geist nicht erreicht.

Darum lassen sie uns manchmal Handlungen vollführen, die wir ganz entgegengesetzt deuten.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Selten bricht eine Katastrophe herein, ohne ihre Vorboten zu vorauszuschicken.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Und was ich geschenkt bekam, wurde mir durch das Dafür danken Müssen vergällt.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Wenn Bande noch nicht gefestigt sind, genügt es,

den anderen einmal nicht zub treffen, und man verliert ihn aus dem Blick.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Jede Mode, die einer Notwendigkeit und keiner Laune entspringt, ist angenehm.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker






Glück ist eigensüchtig.

Raymond Radiguet

(1903 - 1923), französischer Erzähler und Lyriker







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