Pelagius


Geboren: 360 n. Chr.

Gestorben: 420 n. Chr., Palästina

Bücher: Pelagius's commentary on St. Paul's Epistle



Pelagius war von einer asketischen Lebensführung geprägt, als Prediger in Rom empört über die moralische Nachlässigkeit in der Gesellschaft, wie er sie dort erlebte. Seine Lehre war geprägt von der Ablehnung der Erbsündenlehre. So widersprach er in seinen Predigten auch den Aussagen zur Theologie der göttlichen Gnade, wie sie von Augustinus von Hippo gepredigt wurden, so auch der Notwendigkeit einer "größeren Gnade" nach dem Fall, über die Gnade hinaus, die Adam im Paradies auch ohne Sünde benötigt hätte. Pelagius hingegen war der Auffassung, dass Augustinus’ Lehre darauf hinauslief, den Manichäismus in das Christentum einzuführen. Er klagte Augustinus an, dem Bösen den gleichen Rang wie Gott einzuräumen und heidnischen Fatalismus zu lehren, als sei es eine christliche Doktrin. Obwohl er als Urheber des Pelagianismus angesehen wird, kann auch dargelegt werden, dass der Mönch niemals diese Doktrin vertreten habe und nur derjenige gewesen sei, an dem die Gegner dieser Ansicht ihre Darlegungen festgemacht hätten. Als Alarich I. Rom 410 plünderte, flohen Pelagius und sein Gefährte Caelestius nach Karthago, wo Pelagius in einen weiteren Konflikt mit Augustinus geriet. Sein Anhänger Caelestius wurde von einem Kirchenkonzil verurteilt, woraufhin Pelagius weiter nach Jerusalem floh, aber seine Verfolger bald auf seinen Spuren sah: Paulus Orosius ging nach Jerusalem, um Hieronymus vor ihm zu warnen. Zwar wurde Pelagius 415 auf einer Synode von Vorwurf der Häresie freigesprochen, doch Augustinus hatte bereits eine wirksame „Kampagne“ in Gang gebracht, die Pelagius und Caelestius als Häretiker ausweisen sollte. 416 wurde Pelagius auf den Synoden von Karthago und Mileve verurteilt. Anfang 417 erfolgte die Exkommunikation durch den römischen Bischof Innozenz I. Betroffen von diesem Urteil war auch CaelestiusAugustinusVersion von Pelagius’ Lehre über die Sünde und die Sühne wurde u.a. im Jahre 418 auf der Synode von Karthago als Häresie verurteilt.






Ein Christ muß solche Duldsamkeit besitzen, daß er seine Güter

mit Freuden preisgibt, wenn einer sie ihm nehmen will.

Pelagius

(lebte und starb im 5. Jahrhundert), irischer Mönch






Das Böse darf auch nicht gedacht werden.

Pelagius

(lebte und starb im 5. Jahrhundert), irischer Mönch






Die Feinde sind wie die Nächststehenden zu lieben.

Pelagius

(lebte und starb im 5. Jahrhundert), irischer Mönch






Alles steht unter der Herrschaft des eigenen Willens.

Pelagius

(lebte und starb im 5. Jahrhundert), irischer Mönch






Man kann nur dann ohne Sünde sein, wenn man die Kenntnis des Gesetzes hat.

Pelagius

(lebte und starb im 5. Jahrhundert), irischer Mönch







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