Nizami


Geboren: 1141, Gəncə, Aserbaidschan

Gestorben: 12. März 1209, Gəncə, Aserbaidschan

Bücher: Madschnūn Lailā, mehr...



Nezāmi verwaiste früh und wurde von seinem Onkel mütterlicherseits, Chwadscha Umar, aufgezogen. Nezāmi heiratete dreimal. Nezāmi war ein Günstling der herrschenden Seldschukenfürsten. Über sein Leben, das er bis auf eine Reise in seiner Geburtsstadt Gəncə verbrachte, ist wenig bekannt. Neben der Literatur war Nezāmi auch in der Mathematik, Astronomie, Medizin, Rechtsprechung, Geschichte, Philosophie, Musik und den Künsten bewandert. Seine Schüler verliehen ihm den Beinamen Hakīm.






Alles, was geschieht und uns zustößt, hat seinen Sinn, doch es ist oft schwierig,

ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten:

die eine schreiben wir Menschen selber mit unserem Planen, Wünschen, Hoffen,

aber die andere füllt die Vorsehung, und was sie anordnet, ist selten so unser Ziel gewesen.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Die Frau gleicht der Nacht, und ihr Licht ist das Licht des Mannes,

der als Mond an ihrem Himmel steht.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Der Sieg über die eigene Begierde ist das Kennzeichen wahren Glaubens.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Früchte werden gut, wenn sie reifen mit den Weibern ist es umgekehrt.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Wer die Grenzen erkennt und in ihnen sein Glück, der kann es auch halten sein Leben lang,

wen aber das Irrlicht seines Verlangens weitertreibt vom einen immer zum nächsten,

der stürzt am Ende ins Nichts.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Ein milder Mann ist jedermanns Verwandter.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Der Wein ist Arzenei der Welt.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Ich mag viel lieber geben als empfangen, um vor dem Wiedergeben nicht zu bangen.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Die Zunge gegen böse Zungen zähm' ich; die Bösen durch Gutestun beschäm' ich.

Von Schlechtgesinnten sprech' ich Schlechtes nicht, denn schlechtgesinnt ist selbst,

wer Schlechtes spricht.  Die Zunge, die im Zaum hält ihre Hitze, die wird mit Witz

entgehn dem Feindeswitze. Der hat sich selbst so lieb nicht, als es frommt,

der alles sagt, was auf die Zung' ihm kommt.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Der Wein ist die Arznei der Welt.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Die Strebenden, die mit Verstand begabt sind,

Was suchen anders sie als schließlich Ruhe?

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi






Wer schön und wahr und lieblich ist und weise, zieht Sonnen mit dem Ring

der Liebe ans dem Kreise. Dies ist der Talisman, das Siegel,

das die Welt des Geistes und des Stoffs im Zaume hält.

Nizami

(1141 - 1209), auch Nezāmi







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