Mach Ernst


Geboren: 18. Februar 1838, Brünn, Tschechien

Gestorben: 19. Februar 1916, München

Bücher: Erkenntnis und Irrtum, mehr...



Mach Ernst habilitierte sich 1861 an der Universität Wien und lehrte dort anschließend als Privatdozent ohne Besoldung. Als er sich um die Professur seines erkrankten Doktorvaters in Wien bewarb, wurde ihm diese jedoch nicht zugesprochen. Daraufhin nahm Mach 1864 einen Ruf als Mathematikprofessor an der Universität Graz an, während er sich dabei immer wieder am Guthof der mittlerweile nach Veliki Slatnik bei Novo mesto in der Untersteiermark im heutigen Slowenien gezogenen Eltern aufhielt, wo sein Vater Johann Mach auch eine Seidenraupenzucht betrieb. Er lehrte in Graz bis Sommer 1867, ab 1866 als Ordinarius für Physik. Zum Wintersemester 1867/68 erreichte Ernst Mach der Ruf der Karl-Ferdinands-Universität in Prag, wo er zugleich auch Direktor des physikalischen Instituts wurde. 1872/73 wurde er Dekan der Philosophischen Fakultät und in den Jahren 1879/80 sowie 1883/84 Rektor der Universität Prag. In diese Zeit fiel die sprachliche Teilung der Karls-Universität Prag (1882), in deren Umfeld Mach eine liberale Haltung einnahm, obwohl er zur deutschsprachigen Minderheit in Böhmen und Mähren gehörte. In Prag entstanden seine klassischen Arbeiten auf dem Gebiet der Physik, der Sinnenpsychologie, der historisch kritischen Arbeiten und die Formulierungen einer Erkenntnislehre. Er wird oft als Mitbegründer des modernen Positivismus und Wegbereiter des Empiriokritizismus bezeichnet. Ernst Mach wirkte bis 1895 an der Universität Prag. Er pflegte einen freundschaftlichen Briefwechsel mit dem tschechischen Physiker August Seydler (1849–1891). Diese politische Einstellung und charakterliche Mentalität verzögerten seine Berufung an die Universität Wien auf die neugeschaffene Professur für „Philosophie, insbesondere Geschichte der induktiven Wissenschaften“ um einige Jahre. Diese Professur trat Mach 1895 an. Er war dort bis zu seinem Schlaganfall 1898 tätig, 1901 trat er in den Ruhestand.






Die Relativitätstheorie ist genauso ein Hirngespinst wie die Vorstellung, es gäbe Atome.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Erhebliche Fortschritte der Forschung [sind] nur zu erzielen [...]

durch Zusammenwirkung der sozialen Vereinigung der Menschen,

durch gegenseitige Mitteilung, durch Sprache und Schrift.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Die Lebewesen haben sich teils durch angeborene (permanente),

teils durch erworbene (temporäre) Anpassung mit den Umständen

ihrer Umgebung ins Gleichgewicht gesetzt.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Das wissenschaftliche Denken geht aus dem volkstümlichen Denken hervor.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Wenn die Ergebnisse der psychischen Partialanpassungen in solchen Widerstreit geraten,

dass das Denken nach verschiedenen Richtungen getrieben wird, wenn die Beunruhigung

so weit sich steigert, dass mit Absicht und Bewusstsein ein leitender einheitlicher Faden

durch dieses Wirrsal gesucht wird, so ist ein Problem entstanden.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Man schützt sich vor dem Irrtum und zieht sogar Nutzen aus demselben,

indem man die Motive, welche verführend gewirkt haben, aufdeckt.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Es [sind] dieselben psychischen Funktionen, nach denselben Regeln ablaufend,

welche einmal zur Erkenntnis, das andere Mal zum Irrtum führen.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph






Die Erfahrung wächst durch fortschreitende Anpassung der Gedanken an die Tatsachen.

Ernst Mach

(1838 - 1916), österreichischer Physiker, Sinnesphysiologe, Philosoph







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