Lichtwark Alfred


Geboren: 14. November 1852, Hamburg

Gestorben: 13. Januar 1914, Hamburg

Bücher: Die Wiedererweckung der Medaille, mehr...



Lichtwark Alfred wurde 1886 gefragt, ob er das Amt des Direktors der Hamburger Kunsthalle übernehmen wolle, die vorher nur von einer Person des Senats verwaltet wurde, ist unklar. Er war vom 3. Dezember 1886 an der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, deren Sammlung er systematisch ausbaute. Der heutige Bestand beruht noch wesentlich auf den von Lichtwark geschaffenen Grundlagen. Er sammelte einerseits gezielt Hamburgs mittelalterliche Kunst (insbesondere Werke von Meister Bertram und Meister Francke) und erwarb andererseits Werke der deutschen Romantik (Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge) und zeitgenössischer Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts wie Pierre Bonnard, Lovis Corinth, Wilhelm Leibl, Adolph Menzel und Edouard Vuillard. Mit seiner regen Ankaufspraxis und intensiver Öffentlichkeitsarbeit gelang es ihm, das Verständnis für die damals aktuelle Kunst zu verbreitern. Neben dem hohen Interesse am französischen Impressionismus setzte er sich nachdrücklich für die Hamburger Kunstszene ein, war Initiator der Gründung des Hamburgischen Künstlerklubs und vergab Aufträge an Hamburger Maler wie Gotthardt Kuehl und Wilhelm Trübner. Das Anliegen, seiner Heimatstadt Hamburg ein künstlerisches Denkmal zu setzen, führte auch zu Aufträgen an Maler wie Max Liebermann und Theodor Hagen, von dem er mehrere Hafenbilder erwarb. Lichtwark unternahm während seiner Amtszeit mehrere Reisen nach Dresden, Weimar, Frankfurt/Main, Genf, Paris, London und Stockholm, wo er nach vielen Kunstmotiven auf der Suche war. Er holte zudem den Grabower Altar von Meister Bertram, den früheren Altar der Hamburger Petrikirche, aus der Kirche in Grabow zurück nach Hamburg. 1906 wurde dieser erstmals in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt. Lichtwark kritisierte außerdem den damaligen Zeitgeist und die Schichttrennung der Leute in Deutschland und in übrigen Teilen Europas. Seine pädagogischen Ideen führten schließlich zur Gründung der Lichtwarkschule.






Jede Richtung ist falsch.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg






Wir fühlen, daß eine Zeit kommen wird, in der es keinen Menschen mehr interessieren wird, reich zu sein.

Darin möchte ich die Möglichkeit der Überwindung unserer fatalen Zustände sehen,

daß einmal kein Mensch mehr reich sein mag, da die Genüsse,

auf die es dem erzogenen Menschen ankommt, allen zugänglich sind,

und da schließlich doch der Tag kommen muß, wo man sich schämt, über Mittel zu verfügen,

die man nicht selber erworben hat.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg






Es ist unsagbar, wieviel Sünden wir täglich gegen unsere tiefsten und heiligsten Interessen

zulassen und begehen, weil wir nirgends die höchsten Ziele im Auge haben.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg






Die Bewunderung ist das erhebendste Erlebnis.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg






Erwachsene sollten eine Jugendschrift mit demselben,

ja mit noch größerem Interesse lesen können als Kinder.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg






Die Kinder sind ein heiteres Geschlecht. Sie leben noch heute in einer glückseligen Welt,

die Jahrtausende hinter uns liegt, in einem goldenen Zeitalter. Was sie packen soll,

was ihnen lieb werden soll, muß heiter sein. Das ist die beste Schule,

in der bei der ernstesten Arbeit am meisten gelacht werden soll.

Alfred Lichtwark

(1852 - 1914), deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg







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