Li-Tai-Po


Geboren: 19. Mai 701 n. Chr., Ak-Beschim

Gestorben: 30. November 762 n. Chr., Dangtu, China

Bücher: Banished Immortal: Visions of Li T'ai-po, mehr...



Li-Tai-Po kam 742 in die Tang-Hauptstadt Chang'an. Dort erweckte Lǐs verwegene Art das Interesse des Adels wie der einfachen Leute gleichermaßen. Besondere Faszination übte er auf den kaiserlichen Sekretariatschef Hè Zhīzhāng (賀知章) aus, einen freimütigen und ebenfalls dem Trunke zugeneigten Charakter, der zunächst glaubte, in Lǐ einen wahrhaften Unsterblichen vor sich zu haben. Auf Hes Empfehlung ernannte Kaiser Xuánzōng (唐玄宗) Lǐ zum Beamten der renommierten Hanlin-Akademie. Bei Überbringung des Ernennungsschreibens soll sich Lǐ volltrunken in einer Schänke befunden haben, nach einer kurzen Erfrischung mit kaltem Wasser aber trotzdem in der Lage gewesen sein, auf des Kaisers Geheiß aus dem Stegreif ein Gedicht zu verfassen, das allgemeinen Anklang fand: Qingpingtiao, ein Lobpreis auf die berühmte Konkubine Yáng Guìfēi (楊貴妃) und die Päonien. Gemeinsam mit Hè Zhīzhāng sowie Zhāng Xù (張旭), Lǐ Shìzhi (李適之), Cuī Zōngzhī (崔宗之), Sū Jìn (蘇晉), Wáng Jìn (王璡) und Jiaō Suì (焦遂) bildete Lǐ Bái einen Dichterkreis, der in einem zeitgenössischen Gedicht mit dem Titel „Die acht Poeten der Zechgelage“ erwähnt werden. Diese trinkfreudigen Herren wurden später zu Schutzheiligen der Weinhändler und Schankwirte.






Abschied 

Das Gestern, das mich flieht, kann ich nicht halten, Das Heute drückt mich wie ein Frauenschuh.

Die kleinen Wandervögel schon entfalten Die Flügel herbstlich ihrer Heimat zu.

Ich steige auf den Turm, die Arme weit zu dehnen, Und fülle meinen Becher nur mit Tränen.

Ob ich, ihr großen Dichter, euer werde? Ich bin gekrönt, wenn mich ein Vers

von euch umflicht. Und meine Füße stampfen wohl die Erde, Doch ach zum Himmel

tragen sie mich nicht. Wer kann den Springbrunn mit dem Degen spalten?

Wie Öl schwimmt oben auf dem Wein die Not. Das Gestern, das mich flieht,

kann ich nicht halten. Ich werf mich in ein steuerloses Boot. Das Haar

dem Winde flatternd preisgegeben, Wird mich die Woge auf und nieder heben.

Nachdichtung aus dem Chinesischen von Klabund

Li-Tai-Po

(701 - 762), eigentlich Li Taibai, auch: Li Tai-pe, Li Bo, Li Taibo, Li T'ai-po, T'ai-po Li, chinesischer Dichter






Sich selbst zu ärgern, macht Spaß. Andere zu ärgern, macht glücklich.

Li-Tai-Po

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Vom Osten streift ein Frühlingswind uns wie im Vorübergehen,

daß im Pokal auf dem grünen Wein winzige Wellen entstehen.

Da sind die Blüten, von Wirbelgewalt entführt, zu Boden gegangen.

Mein schönes Mädchen ist trunken bald mit ihren geröteten Wangen.

Am blauen Faden der Pfirsichbaum weißt du, wie lange er blüht?

Ein zitterndes Leuchten ist es, ein Traum: Er täuscht uns nur und entflieht.

Komm, auf zum Tanz! Die Sonne verglüht!

Li-Tai-Po

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Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin,

sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben.

Li-Tai-Po

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Frohsinnige Menschen sind ideenreich.

Li-Tai-Po

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Zwei Dinge, die sich gut vertragen. Wein trinken und die Laute schlagen.

Li-Tai-Po

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Verflucht sei Krieg, verflucht das Werk der Waffen.

Li-Tai-Po

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