Hanifa Abu


Geboren: 5. September 699 n. Chr., Kufa, Irak

Gestorben: 14. Juni 767 n. Chr., Bagdad, Irak

Bücher: Fiqh al-Akbar, Musnad Abou Hanîfa, mehr...



Hanifa Abu verfasste selbst keine juristischen Werke, seine Lehre auf diesem Gebiet ist allein durch die Schriften seiner Schüler überliefert, etwa Abu Yusuf in Ichtilaf Abi Hanifa wa-bn Abi Layla und al-Radd ala Siyar al-Awza'i und Asch-Schaybani in seiner Schrift al-Hujaj. Das einzige authentische Dokument Abū Hanīfas ist ein Brief theologischen Inhalts, den er nach Basra an den Tuchhändler ʿUthmān al-Battī gest. 760 sandte. Darin verteidigte er sich gegen den Vorwurf, dass er ein Murdschi'it sei, und bekräftigte die ihm nachgesagte Lehre, dass ein Muslim, der eine Sünde begehe, immer noch als ein Gläubiger muʾmin anzusehen sei. Abū Hanīfa meinte, dass die pejorative Bezeichnung Murdschi'a zu Unrecht für eine Gruppe von Personen verwendet werde, die in Wirklichkeit honorige und rechtgläubige Menschen seien. Eine weitere bekannte Schrift Fiqh al-Absat enthält Antworten Abu Hanifas auf theologische Fragen seines Schülers Abu Muti' al-Balchi. Schließlich gibt es noch zwei Texte mit Listen von Glaubensgrundsätzen, die unter dem Titel al-Fiqh al-akbar "die größte Einsicht" kursieren und Abū Hanīfa zugeschrieben werden. Der Begriff al-Fiqh al-akbar wurde in hanafitischen Kreisen allgemein als Bezeichnung für ʿIlm al-Kalām Systematische Theologie im Sinne der Kenntnis der Glaubenslehren verwendet. Umgekehrt meinte man, dass das, was gewöhnlich Fiqh genannt wird, nur die "kleinere Einsicht al-Fiqh al-aṣġar sei. In der Forschung wird zwischen Fiqh akbar I, Fiqh akbar II und Fiqh akbar III unterschieden. Fiqh akbar I ist von Arent Jan Wensinck aus einem Kommentar herausgefiltert worden, der von Josef van Ess auf die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts datiert wird, und besteht aus einer Liste von zehn Lehrsätzen. Fiqh akbar II ist eine erheblich längere Schrift, die nach Wensincks Zählung 29 Glaubensartikel umfasst und von William Montgomery Watt ebenfalls auf das späte 10. Jahrhundert datiert wird. Fiqh akbar III schließlich hat nichts mit Abū Hanīfa zu tun, sondern wird asch-Schāfiʿī zugeschrieben, ist allerdings textlich von Fiqh akbar III abhängig






Nicht der Satan beraubt den Menschen seines Glaubens,

sondern der Mensch legt seinen Glauben ab.

Abu Hanifa

(699 - 767), Vater des Rechtgläubigen, islamischer Rechtsgelehrter






Gott erfüllt die Wünsche seiner Feinde, um sie stufenweise zu bestrafen,

je nachdem er sie ablassen oder zunehmen läßt in Unbotmäßigkeit und Unglauben.

Abu Hanifa

(699 - 767), Vater des Rechtgläubigen, islamischer Rechtsgelehrter






Es gibt weder auf der Welt noch im Jenseits etwas ohne Sein Wissen,

Seinen Willen, Seinen Beschluß und Seine Bestimmung.

Abu Hanifa

(699 - 767), Vater des Rechtgläubigen, islamischer Rechtsgelehrter






Alle seine Eigenschaften sind verschieden von den Eigenschaften der Geschöpfe.

Abu Hanifa

(699 - 767), Vater des Rechtgläubigen, islamischer Rechtsgelehrter






Niemand ist imstande Gott so zu verehren, wie Er es verdient.

Abu Hanifa

(699 - 767), Vater des Rechtgläubigen, islamischer Rechtsgelehrter







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