Hätzlerin Clara


Geboren: 1430, Augsburg, Bayern

Gestorben: 1476, Augsbug, Bayern

Bücher: Liederbuch, mehr...



Clara Hätzlerin war keine Autorin im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Schreiberin mittelalterlicher Handschriften. Dementsprechend verfasste sie die Texte ihrer Codices nicht selbst, sondern schrieb bereits bekannte Werke handschriftlich, und damit im besten Fall wörtlich, ab. Aus diesem Grund wurde Clara Hätzlerin in der germanistischen Mediävistik lange Zeit sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen jedoch ihre Wichtigkeit, vor allem im Bereich der Paläographie. Clara schrieb ihre Texte in einer sehr gut lesbaren und sorgfältig gearbeiteten Schrift, die von Paläographen oft als Prototyp der Kanzleibastarda im 15. Jahrhundert angeführt wird. Nicht zuletzt ermöglichte die konsequente Schreibernennung am Ende aller Codices ihre Aufnahme in das Projekt Damals des Instituts für Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Mediävisten versuchen dort, Schreiberhände einer Handschrift mithilfe von Datenbanken zu identifizieren und nutzen die Handschriften der Hätzlerin als paläographische Vergleichsmöglichkeit.






Lieb pringt laid, als hitz den regen, Des bedarff sich nyemant wunder ha'n.

Wer Im das liesz ze hertzn ga'n, Der müst allzeit in trauren sein.

Clara Hätzlerin

(um 1430 - 1476/77), zu Augsburg, betrieb dort wahrscheinlich eine Schreibwerkstatt.






Das maria gottes můter sey, das gelaub ich nit! sälig sind sy baide on zweifel.

Clara Hätzlerin

(um 1430 - 1476/77), zu Augsburg, betrieb dort wahrscheinlich eine Schreibwerkstatt.






Manger von frawen übel redt Vnd waisz nit, was sein můter tett!

Clara Hätzlerin

(um 1430 - 1476/77), zu Augsburg, betrieb dort wahrscheinlich eine Schreibwerkstatt.






Es baden am mentag die truncken, Am afftermentag die reichen,

Am mittwoch die witzigen, Am donnerstag, die gryndig vnd lausig sind,

Am freytag baden die vngehorsamen, Am samsztage die hochuerttigen

Clara Hätzlerin

(um 1430 - 1476/77), zu Augsburg, betrieb dort wahrscheinlich eine Schreibwerkstatt.







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