Habicht Ludwig


Geboren: 23. Juli 1830, Szprotawa, Polen

Gestorben: 29. Dezember 1908, Amalfi, Italien

Bücher: Irrwege: Zweiter Band, Zwei Höfe, mehr...



Habicht Ludwig war der Sohn eines Schuhmachermeisters. Da seine Eltern nicht die Mittel besaßen, ihn auf die Universität zu schicken, musste er nach dem Besuch der Realschule ab 1845 als Schreiber eines Rechtsanwalts arbeiten, bildete sich aber währenddessen autodidaktisch fort. Ab 1857 arbeitete er als Schriftsteller und Sprachlehrer in Dresden und ging 1862 nach Berlin, wo er zeitweise Redakteur des Deutschen Magazins und der Kleinen Roman-Zeitung war. Später lebte er im schlesischen Sagan und ab 1881 bis zu seinem Tod abwechseln in Sorrent und Bordighera in Italien. Habicht war ein produktiver und populärer Autor, der neben historischen und Zeitromanen vor allem Kriminalerzählungen und romane verfasste, darunter Detektivgeschichten Verrathen und verloren 1869 Das Haus des Unfriedens 1877 Zum Schein 1886 und Schmugglergeschichten.






Ein junges, in der Liebe noch unerfahrenes Mädchen versteckt seine heißesten Gefühle

immer hinter Kälte, weil es keine Ahnung davon hat, wie oft es damit alles auf das Spiel setzt,

denn die wenigsten Männer haben jenes feine Seelenohr, um aus dem tief verborgenen Schlag

des Mädchenherzens sein innerstes Fühlen und Empfinden herauszuhorchen

sie werden von anscheinender Kälte erkältet und wenden sich lieber den Sonnenstrahlen zu,

die offen und voll ihre Stirn berühren.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Nur große Seelen lieben die Einsamkeit und können sie vertragen.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Das Schlimme, das aus unseren Handlungen entsteht, erfahren wir immer,

das vielleicht noch Schlimmere, das daraus entsprungen wäre,

wenn wir etwas unterlassen, entzieht sich unserem Blick.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Die Kunst ist das milde Versöhnen des Ideals mit dem Leben.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Das ist ja die Macht der Liebe, daß sie blind vertraut, und gerade die hohen,

stolzen Seelen sind am leichtesten zu täuschen.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Es ist immer ein edler Geist, der in eigenem tiefsten Elend

neidlos auf das Glück seiner Freunde schauen kann.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Es gibt kaum eine Leidenschaft, die das Herz so leer und öde macht, als der Neid.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Es ist betrübend, daß die Reue gewöhnlich dann erst anfängt,

wenn wir nichts wieder gut machen können.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Zähle deine Stunden, und du erübrigst Jahre.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Das Unglück ist eine stehengebliebebe Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt.

Prüfen wir uns, ob wir es nicht selbst gewesen sind, die vergessen haben, sie aufzuziehen!

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Die Poesie soll uns läutern, verklären, die Flügel lüften,

daß wir begeistert das ewig Wahre und Schöne suchen.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Wahrhaft kluge und zugleich stolze Menschen nehmen Schmeicheleien wie eine Beleidigung auf,

weil sie recht gut wissen, daß man um so stärkere Farben aufträgt,

je mehr man den Geist des anderen unterschätzt.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur






Die Poesie soll uns läutern, verklären, die Flügel lüften,

daß wir begeistert das ewig Wahre und Schöne suchen.

Ludwig Habicht

(1832 - 1908), deutscher Redakteur







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