Federer Heinrich


Geboren: 6. Oktober 1866, Brienz BE, Schweiz

Gestorben: 29. April 1928, Zürich, Schweiz

Bücher: Berge und Menschen, mehr...



Federer Heinrich litt unter Asthma und er wurde Federer 1900 in ein Frauenheim nach Zürich versetzt und arbeitete als Chefredaktor bei den katholischen Neuen Zürcher Nachrichten. Zuvor war ihm die Aufnahme in das Benediktinerkloster Einsiedeln wie auch bei den Jesuiten verwehrt worden, da kirchenintern seine homosexuellen Neigungen wohl bereits bekannt waren. Im sogenannten «Stanser Pädophilenprozess» von 1902 wurde Federer wegen einer angeblichen homosexuellen Handlung an dem ihm anvertrauten zwölfjährigen Privatschüler Emil Brunner in erster Instanz wegen «Erregung öffentlichen Ärgernisses» verurteilt und verlor seine Reputation und seine Arbeitsstelle bei der Zeitung. Federer war zwei Tage nach seiner Verhaftung von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vorverurteilt worden. In zweiter Instanz wurde er jedoch vom Obergericht freigesprochen. Erst 20 Jahre später wurde er in der NZZ durch einen Artikel von Eduard Korrodi rehabilitiert. Mit Berge und Menschen sowie den Lachweiler Geschichten gelang ihm 1911 der literarische Durchbruch. Federer wurde zum bekanntesten Autor der katholischen Schweiz. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten Leben und Werk Federers jedoch nach und nach in Vergessenheit, bis Pirmin Meier in der «erzählerischen Recherche» Der Fall Federer (2002) vor allem Federers angebliche Homosexualität und deren literarische Spuren wieder zum Thema machte. Heinrich Federer lebte zwischen 1919 und 1928 im Oberstrass-Quartier an der Bolleystrasse 44 in Zürich, wo eine Gedenktafel noch heute an seine letzten Jahre erinnert, sein Grab liegt auf dem Zürcher Friedhof Rehalp (FG 96090). Sein Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.






Brüder, Brüder! Keiner kennt den andern Als vom schnellen Grüßen Im Vorüberwandern

Oder gar vom stolzen Rückenkehren  Und da wollen wir Einander lehren!

Heinrich Federer

(1866 - 1928), Schweizer Schriftsteller, Erzähler und Romancier






Alle die tausend Geräusche hörte er mit dem so feinen Ohr der Sterbenden.

Aber er lachte in seine große Seele hinein. Ach, was war doch dies alles für Torheit!

Heinrich Federer

(1866 - 1928), Schweizer Schriftsteller, Erzähler und Romancier






Was nützt es, zu den Heiligtümern des Herrn zu pilgern, wenn das Herz nicht mitgeht?

Heinrich Federer

(1866 - 1928), Schweizer Schriftsteller, Erzähler und Romancier






In den rauhen Bergen schlagen milde Herzen.

Heinrich Federer

(1866 - 1928), Schweizer Schriftsteller, Erzähler und Romancier






Die Leiden der Liebe sind sicher in allen Völkern die gleichen.

… Allen tut es gleich weh, das Entbehren, und allen gleich wohl, das Geküßtwerden.

Heinrich Federer

(1866 - 1928), Schweizer Schriftsteller, Erzähler und Romancier







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