Falk Johannes Daniel


Geboren: 28. Oktober 1768, Danzig, Polen

Gestorben: 14. Februar 1826, Weimar

Ausbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bücher: Die Prinzessin mit dem Schweinerüssel, mehr...



Falk Johannes Daniel zog 1797 nach Weimar, wo er zeitweise mit Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Christoph Martin Wieland verkehrte. Seinen Lebensunterhalt bestritt er als Publizist, unter anderem durch die Herausgabe des Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satyre 1797–1803. Mit der französischen Besatzung Weimars nahm er ab 1806 politische Funktionen wahr, die zur Erleichterung der Besatzung führten. 1807 wurde er zum Legationsrat ernannt. Schon in der ersten Hälfte des Jahres 1813 beabsichtigte Falk mit Bürgern Weimars die Gründung der Gesellschaft der Freunde in der Not, um in bürgerschaftlichem und christlichem Geist die Not zu lindern. Dazu wurde er auch durch das Erlebnis des Todes von vier seiner Kinder an Typhus bewegt. Als im Umfeld der Völkerschlacht bei Leipzig auch Weimar von Kämpfen betroffen wurde und besonders aufgrund der anschließend erkennbar werdenden sozialen Folgen der napoleonischen Kriege wurde die Gesellschaft zu einem Zentrum sozialer Arbeit. Falk gab seine literarischen Projekte auf und setzte sich praktisch und publizistisch für die Integration der durch die Kriege heimatlos gewordenen Jungen ein. Dazu richtete er im Lutherhof ein Rettungshaus ein, das zum Vorbild für das Rauhe Haus in Hamburg wurde. Zu Weihnachten 1816 dichtete er für die Waisenkinder das Allerdreifeiertagslied, in dem drei Feste des Kirchenjahres Weihnachten, Ostern, Pfingsten besungen werden. Jede Strophe beginnt mit den Worten „O du fröhliche“ und schließt dann die Benennung der Festzeit an Weihnachtszeit, Osterzeit, Pfingstzeit. Bis heute ist O du fröhliche in seiner Bearbeitung durch Heinrich Holzschuher im Jahr 1826 als Weihnachtslied bekannt. Aber erst langsam setzte es sich im 19. Jahrhundert als Weihnachtslied durch. Theodor Körners Schlachtenlied nach derselben Melodie klingt noch lange mit.






Wie der Schnabel, so die Lieder, Wie der Flug, so das Gefieder.

Johannes Daniel Falk

(1768 - 1826), deutscher Schriftsteller und Pädagoge






Entblößt im Leben, nackt im Tod, An Glauben leer und Batzen Bewahr',

o lieber Herre Gott, Uns vor Aufklärungsfratzen!

Johannes Daniel Falk

(1768 - 1826), deutscher Schriftsteller und Pädagoge






O du fröhliche, O du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit!

Johannes Daniel Falk

(1768 - 1826), deutscher Schriftsteller und Pädagoge






Ein Punkt ist diese Welt, ein Traum ist unser Leben.

Johannes Daniel Falk

(1768 - 1826), deutscher Schriftsteller und Pädagoge






Des Löwen Zahn, der muthig mich zerreißt, Wenn er durch sein Gebrüll heraus mich fordert,

Ihn fürcht' ich nicht, ich hab' ihn nie gefürchtet, Weil Heldenmuth vor Heldenmuth mich schützt.

Hier gilt's den Wechselkampf er oder ich! Gleich sind die Waffen, ehrlich ist der Kampf.

Weit anders ist der Strauß mit böser Arglist, Mit Schlangentücke und Verrätherei,

Die ungeseh'n unaufgefordert naht; Vor diesem Nachtgespenst beschützt kein Muth.

Was langsam schleichend hundertfüßig naht, Was eiskalt plötzlich dir am Rücken sitzt,

Was da ist, eh du weißt, woher es kam, Das ist's, was mich in der Natur erschreckt!

Hier frommt kein Schwert, hier sei auf deiner Hut! Ja, vor der Feigheit darf ein Held erzittern.

Johannes Daniel Falk

(1768 - 1826), deutscher Schriftsteller und Pädagoge







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