Faistauer Anton


Geboren: 1887, Österreich

Gestorben: 13. Februar 1930, Wien, Österreich

Kunstwerke: Apfelstillleben, Junge Frau auf rotem Sofa



Faistauer Anton zählt zu den bedeutendsten Malern der österreichischen Moderne. Durch Ausstellungen in Deutschland Anton Feistauer war auch Mitglied im Deutschen Künstlerbund und Budapest wurde der junge Künstler vor dem Ersten Weltkrieg bekannt. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen versuchte er die traditionelle abendländische Malerei weiterzuentwickeln. In seinem 1923 veröffentlichten Buch Neue Malerei in Österreich setzte er sich programmatisch und zuweilen äußerst spitzzüngig mit dem Modernismus seiner Zeit auseinander. So vermerkte er zu Gustav Klimt und Egon Schiele: „Klimt zog das leichte, seichte Geldjudentum der Inneren Stadt an und er wurde sein Maler, auf Schiele lastete die Vorstadt mit den tragischen Gesichtern, mit dem Hunger, dem Hass und der Fratze“. Für Faistauer war vor allem die Malerei von Paul Cézanne von Bedeutung. In diesem Buch setzte er sich auch mit Franz Wiegele und Anton Kolig auseinander, den Hauptvertretern des "Nötscher Kreises", mit denen er seit 1909 in Verbindung war und korrespondierte. Neben Landschaften, Stillleben und Porträts schuf Faistauer in den 20er Jahren einige großformatige Freskomalereien, die heute als seine Hauptwerke gelten. Mit ihnen versuchte er, eine zeitgenössische Freskomalerei zu entwickeln und moderne mit traditionellen Elementen zu verschmelzen. In seinem Werk spiegelt sich auch Interesse an religiösen Themen. Die meisten Bilder Faistauers befinden sich im Salzburg Museum Carolino Augusteum und im Museum der Moderne Rupertinum in Salzburg, aber auch im Landesmuseum in Linz, im Niederösterreichischen Landesmuseum in St. Pölten sowie in Wien im Leopold Museum und der Österreichischen Galerie. Auch in seinem Geburtsort Maishofen befinden sich eine Reihe von wichtigen Werken speziell mit Bezug zum Ort.






Sprichst du vom Geist? Wie mag er beschaffen sein? Wer weiß es?

Wie aber Liebe beschaffen ist, wissen wir. Sie ist immer stark und die Mutter allen Geistes.

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Ich arbeite aus meinen Reserven und recht leicht. Die Figuren sind ja immerzu ins uns,

man braucht sie nur noch zu entlassen, widerstandslos.

Als alles zu Ende war, kam erst die nie geahnte Müdigkeit.

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Wenn ich mich schon verkaufe, dann möglichst teuer.

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Manifest 

Herr Professor Griepenkel, ist nur das Natur, was sie als solche erkennen?

Ist die Akademie der alleinige Ort, an dem die Qualität eines Kunstwerkes

beurteilt werden kann? Warum darf es nicht erlaubt sein, noch anderes zu versuchen als nur das,

was Sie, Herr Professor Griepenkel, kennen und verstehen?

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Gut gescheitert ist halb gewonnen! Wir gehen!

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Bösartige Werke 

Die Entfernung vom Schöpfer. Ja, sie ist die Ursache der Qualen,

der Zerissenheit, der Unrast, der Friedlosigkeit, der Lieblosigkeit,

der Unehrbietigkeit und... der aufreibenden Sucht der Künstler der Gegenwart,

geradezu bösartige Werke hervorzubringen, die keine Gebilde sind,

um auch noch außerhalb der Ateliers für die Menchen eine halbwegs

wertvolle Bedeutung zu haben, die mehr sind als nur Träger fiktiver ästhetischer Werte.

Karl Kraus... hat mein betäubt gewesenes Gewissen wachgerüttelt, und jetzt wühlt und brodelt's in mir...

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler






Respekt und Furcht 

Als junger Mensch kam Wiegele kaum mit irgendeiner modischen Richtung zusammen,

sondern hielt sich bereits an die italienischen Meister wie Masaccio.

Die lokale Secession in Wien beeinflußte ihn nie. Den Klimt-Kreis kritisierte er streng,

er lehnt jede Geschicklichkeit, jede Leichtfertigkeit ab. Die konservativen Maler aber,

die in ihm einen Kameraden gefunden glaubten, wies er hart zurück.

Über ein Verkennen seiner Arbeit konnte er heftig und höhnisch werden,

so daß man ihn respektierte und fürchtete.

Anton Faistauer

(1887 - 1930), österreichischer Schriftsteller und Maler







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