Ebers Georg


Geboren: 1. März 1837, Berlin, Deutschland

Gestorben: 7. August 1898, Tutzing, Bayern

Bücher: Uarda, Die Gred, Homo Sum, mehr...



Ebers Georg studierte zunächst Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er sich dem Corps Saxonia anschloss. Bald interessierte er sich mehr und mehr für das alte Ägypten. Sein Lehrer in der Beschäftigung mit den Hieroglyphen war Richard Lepsius. 1865 habilitierte sich Ebers in Jena und wurde Privatdozent, 1869 a. o. Professor für Ägyptologie. 1870 als a. o. Professor nach Leipzig berufen, erhielt er 1875 den Lehrstuhl. Seit 1876 schwer erkrankt, wurde er, nachdem sich zudem eine seit 1887 bestehende linksseitige Stimmbandlähmung nicht besserte und ihn an der Durchführung von Vorlesungen hinderte, auf eigenen Wunsch 1889 vorzeitig emeritiert. Seinen Lebensabend verbrachte er in München.  1869/70 und 1872/73 führte Ebers zwei Forschungsreisen nach Ägypten durch, auf denen er den nach ihm benannten Papyrus Ebers erwarb, ein umfangreiches medizinisches Handbuch aus der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. jetzt in der Papyrus- und Ostrakasammlung der Universitätsbibliothek Leipzig. 1895 wurde Ebers in die Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Er war zudem Mitglied der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig.






Selbst bei der Warnung bedarf es der Vorsicht, denn schon mancher,

der niemals ans Stehlen dachte, ist durch falschen Verdacht zum Dieb geworden.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Im Mißgeschick erkennt man Freundestreuen. Die Leuten sagen's, doch ich hab' erfahren:

die sich neidlos mit uns freuen, nicht die uns trösten kommen, sind die wahren.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Bei Herzeleid hilft keine Philosophie und kein Denken.

Was dem Gemüte angetan wird, das findet nur Heilung durch das Gemüt.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Wie viele verderben ihre gute Sache, indem sie dem treibendem Drange,

bald eine Entscheidung zu erzielen, folgen, und dann nicht stark genug sind,

den Beginn ihres Handelns bis auf einen für ihr Verhalten günstigen Augenblick zu verschieben.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






In jedem Menschen ruht für irgend eine Wirksamkeit oder einen Beruf

eine vorwaltende Anlage und eine für ihre Ausbildung in gleichem Verhältnis stehende Kraft.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






In den von Haß erfüllten Herzen wächst alles Edle statt in das Licht hinein,

rückwärts in den Boden und in das Dunkel.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Das Leben ist ein dorniger Rosenstock und die Kunst seine Blüte.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Dem Entschlusse soll die Tat nicht nachhinken,

sondern rüstig und schnell folgen wie dem Hammerschlag der Schall.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Die Menschenliebe ist das Banner, unter dem sich jeder wahre Fortschritt der Menschheit vollzog.

An dem Tage, wo sich diese Liebe voll betätigt, wird die soziale Frage gelöst sein.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller






Wer die edle Frucht Ruhm ernten will, der muß sie,

wie ein edler Heide einst sagte, mit Schweiß begießen!

Ohne Mühe und Kampf gibt es keinen Sieg, und ohne Sieg kommt man nur selten zum Ruhm.

Georg Moritz Ebers

(1837 - 1898), deutscher Ägyptologe und Schriftsteller







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