Detlef Karl


Geboren: 23. Juni 1836, Świnoujście, Polen

Gestorben: 29. Juni 1876, Breslau, Polen

Bücher: A Russian Country House, mehr...



Detlef Karl oder auch Klara Bauer wurde 1836 als Tochter eines Hafen und Schifffahrtdirektors in Swinemünde geboren. Im Alter von zwei Jahren zog die Familie nach Krotoschin in Posen, wohin der Vater als Landrat versetzt worden war. Als dieser 1849 seinen Abschied nahm, zog die Familie nach Posen und Klara Bauer besuchte hier die Schule. Nach seinem Tod folgte sie ihrer älteren Schwester nach Breslau und ließ sich zur Lehrerin ausbilden. Sie bestand ihr Lehrerinnenexamen, ging jedoch anschließend nach Dresden und nahm bei Friedrich Wieck Klavierunterricht. Als Pianistin kam sie in die Familie des russischen Generalleutnants Fjodor von der Lannitz, lebte später in St. Petersburg und in Orjol. In Russland war Klara Bauer häufiger Gast im Hause Otto von Bismarcks, der zu dem Zeitpunkt als preußischer Gesandter am russischen Hof lebte.Das russische Klima war jedoch ihrer Gesundheit abträglich und so ging sie zunächst 1866 zurück nach Dresden und war dort als Klavierlehrerin tätig. Die Begegnung mit dem Dichter Gustav Kühne ließ sie schließlich schriftstellerisch tätig werden. Ihr erster Roman Bis in die Steppe erschien 1871 und thematisierte das Leben in Russland. Im Jahr 1872 reiste sie nach Italien, kehrte jedoch an einem unheilbaren Brustleiden erkrankt 1875 nach Breslau zurück, wo sie 1876 verstarb.






Der echte charaktervolle Mann verlangt nach weiblicher Ergänzung.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Je idealer das Streben, je höher die sittlichen Anforderungen,

die man an sich stellt, umso schmerzlicher das Bewußtsein der Schwäche.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Es ist so wundervoll süß, jemanden zu lieben, der dieser Liebe würdig ist!

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Im großen und ganzen hegen Männer von Ehre, welchem Stand und welcher Partei sie angehören,

dieselben Ansichten von Pflicht, Treue, Wahrheit, von Sittlichkeit mit einem Wort.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Die Natur bedarf keiner Erläuterung, um ihre Schönheit zu verstehen,

genügt ein offener Blick und ein empfängliches Gemüt.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Kein Mann ist so frei von Eitelkeit, daß der Beifall,

den die Geliebte erntet, sein Gefühl nicht höher stimmt.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Eine Dame, die den Mut hat, eine glänzende Bewerbung zurückzuweisen,

verdient die höchste Achtung, es beweist, daß sie wahr und ohne Berechnung ist.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Ein großer Schmerz verlangt nichts, als sich selbst überlassen zu bleiben,

das bestgemeinte Wort klingt da leicht wie eine leere Banalität.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Die Zeit mildert viel, macht aber nichts ungeschehen.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin






Glaube an die Ehre anderer ist immer ein Zeichen nobler Gesinnung.

Karl Detlef

(1836 - 1876), Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin







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