Damaschke Adolf


Geboren: 24. November 1865, Berlin

Gestorben: 30. Juli 1935, Berlin



Damaschke Adolf wurde bereits 1893 zum Schriftführer der lebensreformerischen Zeitschrift Der Naturarzt berufen. Sie war das offizielle Organ des Bundes der Vereine für volksverständliche Gesundheitspflege. Hier setzte er sich insbesondere für eine gesunde und vor allem abstinente Lebensweise ein. In der Naturmedizin speziell in den heilenden Kräften von Licht, Luft, Wasser und einer einfachen Ernährungsweise sah er einen schnell wirkenden und gleichsam auch kostengünstigen Beitrag zur Volksgesundheit des Industrieproletariats. Einen weiteren Impuls empfing Damaschke durch den Deutschen Bund für Bodenbesitzreform Michael Flürscheim 1888, besonders durch dessen Zeitschrift Freiland. In ihm wuchs die Erkenntnis, dass das Anhäufen von Grundeigentum in den Händen Weniger unmittelbar oder in Form von Bodenverschuldung bei allen Völkern verhängnisvolle Folgen hat. 1898 initiierte er die Gründung des Bundes deutscher Bodenreformer erst Deutscher Bund für Bodenreform, dessen Vorsitzender er von 1898 bis 1935 war. In der Bibel entdeckte er ein großartiges Beispiel bodenreformerischer Gesetzgebung. Grund und Boden so Damaschke unter Hinweis auf das 3. Buch Mose, Kapitel 25 ständen unter göttlichem Eigentumsvorbehalt. Zwar durften Menschen das Land, das Gott ihnen als Leihgabe gibt, nutzen. Anspruch jedoch hatten sie aber nur auf den Ertrag ihrer Arbeit, nicht auf den Geldwert des Bodens, den so genannten Bodenertragszuwachs. Diesen Ertragszuwachs gilt es nach Damaschke steuerlich abzuschöpfen und der Allgemeinheit zukommenzulassen. Diese wiederum hat die Aufgabe, diese Steuergelder für den Wohnungsbau und die Linderung sozialer Not einzusetzen.






Wenn wir fühlen, wie stark gewisse Kräfte und Triebe in uns wirken,

müssen wir alle Gegenkräfte in uns besonders pflegen.

 Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 

Quelle: Trotzdem. Aus einer innerlich tapferen Haltung leben!






Um die Lippen aller Toten muß ein Lächeln spielen, ein wehes, mitleidiges Lächeln,

über all die Nichtigkeiten, mit denen die Lebenden die kurze Spanne Zeit,

die ihnen noch gegeben ist, hastend ausfüllen. Wie erbärmlich erscheint vieles von dem,

was uns leidenschaftlich bewegt im Schatten des Grabes.

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 

Quelle: Quelle: Merian Hg.






Auf dem Gebiet der Redekunst ein sicheres Urteil erwerben und sich selbst die Fähigkeit,

für seine Gedanken in großen und kleinen Kreisen mit seinem Worte einzustehen:

das ist nicht eine Liebhaberei, die heut der einzelne treiben oder lassen kann,

das ist eine staatsbürgerliche Pflichterfüllung, an der ein Stück Zukunft unseres Volkes hängt.

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Niemand, der die Geschichte kennt, wird die Gefahren gering schätzen, die darin liegen,

daß für Tagesruhm und Geld auch gewandte Redner jederzeit zu kaufen sind.

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Welcher Gedanke kann so hohe Lebensklugheit geben wie der Todesgedanke!

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Alle Entscheidungen, die persönlich verlockend erscheinen, doppelt ernst prüfen!

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Eine törichte Frau bricht die Kraft, aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Mehr als durch gesprochene Worte kann man durch ungesprochene Worte Schuld auf sich laden.

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 






Wieviel Verantwortung laden wir uns auf, wenn wir aus Feigheit oder Faulheit schweigen, da,

wo wie mit einem ruhigen offenen Wort irrenden Menschenkindern eine ernste Hilfe hätten erweisen können!

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

(1865 - 1935), deutscher Pädagoge 







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