Boisserée Sulpiz


Geboren: 2. August 1783, Köln

Gestorben: 2. Mai 1854, Bonn

Bücher: Ansichten



Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée war ein deutscher Gemäldesammler, Kunst- und Architekturhistoriker sowie ein bedeutender Förderer der Vollendung des Kölner Domes.

1804 begannen die Brüder mit dem systematischen Sammeln altdeutscher und altniederländischer Tafelgemälde. Sie taten dies zusammen mit dem gemeinsamen Freund Johann Baptist Bertram, der Mitbesitzer ihrer Gemäldesammlung war. Von November 1810 bis 1819 zeigten sie die Sammlung im Palais Boisserée am Karlsplatz in Heidelberg, danach in Stuttgart. Sie pflegten einen regelmäßigen Umgang mit Ferdinand Franz Wallraf, Friedrich Schlegel und dessen Frau Dorothea. Boisserée war, vermittelt 1810 durch den Diplomaten Karl Friedrich Reinhard, ein enger Freund Johann Wolfgang von Goethes, mit dem er mehrfach in Frankfurt zusammentraf und der ihn 1814 und 1815 in Heidelberg aufsuchte, um dessen umfangreiche Gemäldesammlung zu sehen. Dort traf auch Herzog Karl August von Weimar mit Goethe und dem Ehepaar Willemer aus Frankfurt zusammen. Er war Mitherausgeber von Goethes Zeitschrift Über Kunst und Altertum. Befreundet war Boisserée auch mit Werner von Haxthausen. Auf seinem Weg nach Frankfurt schaute er auch immer gern bei Christian Zais in Wiesbaden vorbei.

 





Die Verhältnisse mit Frauen allein können doch das Leben nicht

ausfüllen und führen zu gar zu vielen Verwicklungen,

Qualen und Leiden, die uns aufreiben, oder zur vollkommenen Leere.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, Gespräche. Mit Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 3. Oktober 1815






Ich erinnere mich bey dieser Gelegenheit eines Vorwurfs den ich von Lavatern …

hören mußte, er sagte: Du thust auch als wenn wir dreyhundert Jahre alt werden wollten.

Und doch ist, besonders in wissenschaftlichen Dingen, kaum anders zu handeln,

wenn man sich nicht alle Jahre zurücknehmen will, so darf man nur mit sich selbst reden.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, J. W. v., Briefe. An Sulpiz Boisserée, 18. Juni 1819. Originaltext






Die Jugend erlaubt sich manche Willkür,

das Alter gehorcht unwillig der Notwendigkeit.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, J. W. v., Briefe. An Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 27. Juni 1826






Das Einfache verbirgt sich im Mannigfaltigen, und da ist's,

wo bei mir der Glaube eintritt, der nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens ist.

Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W. v., Briefe. An Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 25. Februar 1832






Aristokratismus im eigentlichen Sinne ist das Einzige und Rechte.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, Gespräche. Mit Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 7. Oktober 1815






Die Schnepfe des Lebens schwirrt vorbei, ein guter Schütze muß sie eilig fassen.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, J. W. v., Briefe. An Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 16. Juli 1820






Der Mensch, der Gewalt über sich hat und behauptet, leistet das Schwerste und Größte.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, Gespräche. Mit Sulpiz Boisserée, 3. August 1815






Was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht immer genötigt gewesen wäre, Respekt vor andern zu haben.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, Gespräche. An Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée, 5. August 1815






Mehr nicht für heute, damit Gegenwärtiges als das Nothwendigste nicht aufgehalten werde.

 Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung 

Quelle: Goethe, J. W. v., Briefe. An Sulpiz Boisserée, 11. Januar 1832






Ich fühlte die uns im Leben nur selten beschiedene Freude,

einen der ersten Geister von einem Irrtum zurückkehren zu sehen,

wodurch er an sich selber untreu geworden war, es konnte keinen wohltätigeren, wahreren Beifall für mich geben…

Ich sprach, wie eben meine Stimmung es mir eingab, ich weiß nicht, wie ich die Worte setzte,

sie mußten meine Bewegung kundgeben, denn der Alte wurde ganz gerührt davon,

drückte mir die Hand und fiel mir um den Hals, das Wasser stand ihm in den Augen

Sulpiz Boisserée

(1783 - 1854), Kunstgelehrter und Kunstsammler, setzte sich gemeinsam mit seinem Bruder

Melchior

(1786-1851) für die Vollendung des Kölner Doms ein, die von Boisserée hinterlassenen Tagebücher sind aufschlussreich für die Geschichte der deutschen Romantik und die Goetheforschung.







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