Bhartrihari


Geboren: Ujjain, Indien

Gestorben: Chandrasen

Bücher: Nitiśatakam



Bhartrihari war der erste indische Dichter, der in Europa durch eine Übersetzung seines Werkes bekannt wurde. Bhartrihari gilt als bedeutender Vertreter der Sanskrit-Dichtung und Verfasser der Spruchsammlung Subhashita Trishati 300 weise Sprüche. Die in Indien populäre Verssammlung besteht aus jeweils 100 Sprüchen über die Liebe, das richtige Verhalten und religiöse Askese. Im 17. Jahrhundert gelangte das Werk durch niederländische Missionare nach Europa und wurde erstmals übersetzt. Seine Übertragung aus dem Sanskrit ins Deutsche wurde 1835 erstveröffentlicht.

 





Leichter magst du wilde Schlangen wie zum Kranz ums Haupt dir binden,

Als der Toren Vorurteile überwinden.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Wahre Freunde nennt man solche, Die vom Bösen fern uns halten,

Aber mit bedächt'gem Sinne Für des Freundes Vorteil walten, Das Geheimnis treu verbergen,

Nur das Gute laut verkünden, Wenn es Zeit ist, gerne helfen Und im Unglück nicht verschwinden.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Das Leben geht vorüber wie die Welle, Und Jugend währt nur einen Augenblick;

Die Freuden fliehen mit Gedankenschnelle; Wie Wetterleuchten zuckt der Liebe Glück:

O Weiser, richte auf die Freudenquelle Der lichten Gottheit deinen wachen Sinn,

Daß sich des Daseins dunkles Meer erhelle, Und schiffe sicher durch die Wogen hin.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Engelmenschen sind bei Tag und Nacht Sonder Lohn auf Nächstenwohl bedacht; 

Mittelmenschen lindern fremde Sorgen Dann nur, wenn sie selber sich geborgen; 

Teufelmenschen führen eignes Glück Auf des Nächsten Untergang zurück: 

Aber die von Schadenfreude brennen, Wahrlich, solche kann ich nicht benennen.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Ewig jung ist der Ruhm, den treffliche Dichter erringen,
 weder im Alter geschwächt, weder im Tode getilgt.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Wen Sinn für Dichtung und Musik verlassen, Gleicht einem Tier, das Ohr und Schwanz mußt lassen;

Er lebt wie jenes, frißt er auch kein Gras – Denn kennt ein Tier wohl höh'res Glück als das?

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Drei sind der Wege des Geldes: VErlieren, Genießen und Spenden;

Wer nicht genießt oder gibt, würdig ist, daß er verliert.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Warum irrst du o Herz umsonst umher? So ruhe doch irgendwo aus!

Wie alles sich von selbst gestaltet, so wird es, nicht anders.

Des Vergangenen sollst du nicht gedenken und auch über das Zukünftige dir keine Gedanken machen:

Genieße hier die Freuden, die unerwartet kommen und gehen.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung






Die Trägheit ist des Menschen Feind, die seinen Leib erschlafft, die Arbeit ist sein bester Freund, sie gibt ihm neue Kraft.

Bhartrihari

(6./7. Jh. n. Chr.), indischer Asket und Spruchdichter, hinterließ je hundert Sprüche über Liebe, Lebenskunst und Entsagung







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